Teckelklub Fulda - Wissenswertes
Was tut sich bei den heimischen Wildtieren im Jahresablauf?
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- Erstellt am Sonntag, 28. Januar 2007 01:00
Je nach Jahreszeit entwickeln unsere Wildtiere unterschiedliche Aktivitäten.
Januar:
Beim Schwarzwild endet die Rauschzeit, bei den Füchsen ist jetzt Ranzzeit, auch bei den Hasen beginnt die Rammelzeit und bei den Stockenten die Reihzeit (Balzzeit). In Notzeiten (hohe Schneelage, Eisdecke) wird das Wild gefüttert. Die nähere Umgebung von Fütterungen sollte nicht betreten werden.
Februar:
Die Hirsche beginnen ihre Geweihstangen abzuwerfen (die älteren Hirsche zuerst). Achtung! Abwurfstangen dürfen nicht ohne Erlaubnis des Jagdausübungsberechtigten mitgenommen werden. Die Rehböcke schieben ihr neues Gehörn (Bastgehörn), beim Schwarzwild sind die ersten Frischlinge zu beobachten (im Durchschnitt 5-10) und beim Dachs die ersten Jungdachse (2-5). Die Ranzzeit der Füchse geht zu Ende. Bei anhaltender Notzeit muss das Wild weiterhin gefüttert werden.
März:
Die Hirsche werfen ihre Stangen ab, ältere Rehböcke haben nun ein fertiges Bastgehörn und fegen zum Monatsende, die ersten Junghasen (meist 1-2) sind zu finden, die Kaninchen bekommen Nachwuchs (meist 5-6), im Gegensatz zum Feldhasen werden die Jungtiere der Kaninchen im Bau zur Welt gebracht, sind zunächst blind und nackt. Die Rebhühner balzen.
April:
Die Hirsche beginnen ihr neues Geweih zu schieben, auch die mittelalten und jüngeren Rehböcke fegen ihr Gehörn. Bei Fuchs, Dachs, Hase und Kaninchen sind die ersten Jungtiere zu beobachten. Die Ringeltauben balzen und beginnen ihre Brut (2 Eier), die Stockenten legen ihre Eier (8-14), Mäusebussard und Habicht brüten. Weiterhin Balz bei den Rebhühnern.
Mai:
Ab Monatsmitte setzt das Rotwild (1, seltener 2 Kälber). Beim Rehwild werden die Kitze gesetzt (1-2, seltener 3). Die Jungtiere von Hase und Kaninchen sind zu beobachten. Stockenten und Rebhühner brüten, beim Mäusebussard schlüpfen die Jungtiere.
Juni:
Bei Rot- und Rehwild werden Kälber bzw. Kitze gesetzt. Weiterhin Jungtiere bei Hase und Kaninchen, Rebhühner beenden die Brut, erste Junghühner sind zu beobachten (Nestflüchter), die jungen Stockenten werden flügge.
Juli:
Die Hirsche fegen ihre Geweihe, Beginn der Feistzeit, beim Rehwild beginnt Mitte des Monats die Brunft. Die Jungfüchse sind jetzt auch entfernt von ihrem Bau unterwegs, beim Dachs beginnt die Ranzzeit. Die jungen Rebhühner sind unterwegs.
August:
Die jüngeren Hirsche fegen ihr Geweih, Feistzeit. Bei den Rehen ist die Brunft in vollem Gange (Blattzeit), beim Dachs die Ranz.
September:
Beim Rotwild beginnt Mitte des Monats die Brunft (teilweise witterungsabhängig). Die Waldschnepfen beginnen ihren Zug nach Süden.
Oktober:
Bis Mitte des Monats dauert die Brunft des Rotwildes. Die älteren Rehböcke werfen ab Mitte des Monats ihre Stangen ab. Beim Schwarzwild beginnt der Haarwechsel zum Winterhaar.
November:
Die Rehböcke werfen ihre Stangen ab und beginnen anschließend ein neues Gehörn zu schieben. Beim Schwarzwild beginnt die Rauschzeit.
Dezember:
Beim Schwarzwild ist die Rauschzeit in vollem Gange, bei den Füchsen beginnt die Ranzzeit. In Notzeiten (hohe Schneelage, Eis) werden die Wildtiere gefüttert, die nähere Umgebung von Fütterungen sollte nicht betreten werden.
